Wie der Kangoo zum Castle wird

Früher hatte ich mal einen Renault Rapid, der im hinteren Bereich als Camper umgebaut war. Das war toll, hatte aber den Nachteil, dass (legal) höchstens 2 Personen in dem Auto fahren konnten. Als ich Jahre später einen Renault Kangoo kaufte, wollte ich ihn auch wieder beschlafbar machen, aber ohne die Passagiere reduzieren zu müssen.


Man kann im Kangoo die Rückbank ganz rausnehmen und hat dann im Prinzip schon die Fläche für ein Bett. Da wir aber meist zu dritt oder sogar zu viert mit dem Kangoo unterwegs waren, musste die Rückbank drinbleiben und eine andere Lösung her.

Ich hab den Kofferraum ausgemessen, meinem Vater meine Wünsche mitgeteilt und er hat mir dann eine "Kiste" gebaut, die bei Reisen in den Kofferraum eingesetzt wird. So sieht mein Kofferraum aus, wenn wir mit mehreren auf Tour gehen.

Auf der Kiste liegt eine ca. 130 x 100 cm große Sperrholzplatte, darauf sind die Polster gestapelt. Das Gepäck kommt teilweise obendrauf, teils in die Kiste.



Um ein Bett draus zu machen, wird die Rückbank umgeklappt. Die Kiste hat einen dreiteiligen Deckel. Was den Vorteil hat, dass man auch Teilbereiche aufdecken kann.



Der Blick in die geöffnete Kiste. In dem Fall war nicht viel drin, weil ich alleine unterwegs war.



Die große Sperrholzplatte wird auf einer Auflage am Ende der Kiste befestigt. Die Vordersitze müssen etwas nach vorne geschoben werden, damit die Platte reinpasst.



Polster drauf...



Bezug drauf und Bettdecke rein - fertig ist ein wunderbares 1,30 m breites Bett. Mit zwei Leuten kann man hervorragend in dem "Castle" schlafen. Mit zwei Erwachsenen und einem Kind in der Mitte, geht es auch noch ganz gut. Aber wenn das Kind zum Teenager wächst, wird es eng.




Einmal haben wir auch mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern im Auto geschlafen, aber da hat keiner viel Schlaf abbekommen. Das war damals noch mit meinem gelben Kangoo...