Hotel Dokker

Über Ostern war ich in Ungarn und hatte endlich die Gelegenheit, die ersten Nächte in meinem frischausgebauten Dokker zu schlafen. Natürlich hätte ich auch bei uns auf dem Hof probeschlafen können, aber wer schläft schon vor der Haustür im Auto, noch dazu wenn es schneit?


Damit hab ich nebenbei angedeutet, dass es ziemlich frisch über Ostern war - auch in Ungarn. So frisch, dass man ohne Heizung nicht unbedingt im Auto sitzen und Zeitung lesen wollte. Höchstens mit Buch und Taschenlampe unter der Decke. Aber ich war eh total übermüdet und bin gleich eingeschlafen.

Es war eine wunderbare Nacht. Nichts tat weh, herrliche Luft und der Vollmond schien zum Fenster rein. Gefroren hab ich unter den Deckenbergen nicht. Rossi hatte sich neben mir, Cheek to Cheek an meiner Schulter eingerollt, Decke über uns beide und wir hatten es wunderbar warm. Es geht doch nichts über eine tierische Heizung.

Soviel zu den ersten beiden Nächten. Nun zum Dokker. Anscheinend gibt es mehrere Dokker-Fahrer, die in ihren Autos schlafen wollen. Ich bin jedenfalls um weitere Fotos von unserem Campingausbau gebeten worden. Das mach ich hiermit.

So sieht es tagsüber im Dokker aus. (mit etwas Krempel drin, der eigentlich nicht reingehört). Während der Fahrt sind die Polster der Rückenlehne umgeklappt, wenn ich drin sitze, werden sie natürlich aufgestellt. Die Polster hab ich mit Klettband auf den Bänken fixiert.

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Die Lösung für den Tisch (Flügelschrauben) war nicht ganz meine Wunschvorstellung, aber es funzt und es hat nichts gekostet, das Material lag schon rum und meinem Vater ist auf die Schnelle nichts anderes eingefallen. Die Stütze vom Tisch wird eingeklappt, wenn das Brett für den Bettenbau benötigt wird.

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Verriegelung für das Tischbein - das sind so Details, die nur meinem Vater einfallen. Ich wäre da nicht draufgekommen.

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Das ganze noch mal ohne Polster.

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Auf die Bank wurde ein Streifen Klettbank getackert. Das Pendant dazu ist am Polster festgenäht. Eine Verbesserung zu den früheren Bildern ist das Öffnungsloch im Bankdeckel .

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Im Kasten unterm Tisch befindet sich diverses Autozeugs. Eine sinnvolle Lösung aus dem Haus Dacia ist die sichtbare und griffbereite Aufbewahrung des Werkzeugs an der linken Wand.

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Die Bank ist etwa 25 cm hoch. Für meine Größe (1,72) perfekt, um ohne Dachkontakt im Auto zu sitzen. Je nach Haltung liegen zwischen meinem Kopf und der Decke 5-10 cm. Für meinen Vater (knapp 1,80) passt es auch gut.

Wer ein Klo im Auto haben möchte, muss die Sitzbank bzw. die Schlaffläche höher bauen, die niedrigste Toilette, die ich finden konnte, ist 30 cm hoch. Das hatten wir bei Baubeginn leider nicht bedacht. Aber ich glaub, wir hätten trotzdem nicht höher gebaut.

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Tischhöhe.

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Der Tisch, wenn ich drin sitze.

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Blick nach vorne ins Cockpit.

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Interessant ist vielleicht auch noch mein Cockpit-"Ausbau". Hier hab ich die gleichen Holzkisten aus dem Baumarkt eingesetzt, wie unter dem Bett. Die Kiste passt haargenau rein und ist praktisch um das Zeugs, das frau und hund während der Fahrt so brauchen, griffbereit zu verstauen.

Das Brett stammt noch aus meinem alten Kangoo und ist wunderbar als Tischplatte. Bei Stops oder Stau, Zoll, Fähre... kann ich Landkarten drauf ablegen, Butterbrote schmieren, Rossi sein Chappi servieren... Ich werd noch eine Aussparung reinsschneiden, in die sein Wassernapf passt. Dann kann er auch ans Wasser, wenn er mal ohne mich im Auto bleiben muss.
 
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In der obersten Etage ist alles untergebracht, was ich oder Rossi während der Fahrt oder bei einem Stopp griffbereit brauchen: Sonnencreme (ich), was zu trinken (wir beide), Dosen (für Rossi) mit Hunderlecklis und Chappi, Müllbeutel, Messer/Gabel... Rossis Wassernapf, praktischerweise mit Griff zum Festhalten...

Außerdem der Stromumwandler, damit ich während der Fahrt über den Zigarettenanzünder Handy- und Kamera-Akkus auflladen kann.

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In der Etage drunter sind die Sachen, für deren Gebrauch ich sowie aussteigen muss.

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