Der Dokker wird reisefertig gemacht

Üblicherweise fange ich erst am Tag der Abreise an zu packen, krieg Panik, weil ich irgendwas nicht finden kann, schlepp alles runter, schmeiß es ins Auto, spring schnell noch mal unter die Dusche und dann ab die Post. Diesmal geh ich die Sache richtig mit Plan und System und vor allem frühzeitig an...


Es sind zwar noch ein paar Wochen hin, bis wir zum Nordkap fahren, aber ich wollte endlich mal ordentlich packen, sodass ich vom ersten Tag an weiß, wo ich was hingesteckt habe und nicht wieder 2 Wochen lang suche und ständig das Auto um- und aufräumen muss, bis endlich System drin ist. Einiges hab ich schon eingepackt. Taschenlampen, Angelzeugs, Elektronik, Regenjacke, zwei warme Pullover... ich bin richtig stolz auf mich!

Im Zuge der Reisevorbereitungen war ich heute morgen auch gleich mit Rossi beim Tierarzt, um ihm irgendwelche Impfungen verpassen zu lassen. War nicht so der Hit. Er hat versucht, die Tierärztin zu beißen, als sie nur sein Herz abhören wollte. Sehr peinlich. Für die Spritze mussten wir ihm einen Maulkorb anlegen, den er sich fast wieder ausgezogen hat. Wenn Rossi etwas (nicht) will, dann hält ihn nichts. In 3 Wochen muss ich noch mal zur Auffrischungsspritze hin. Das wird ein Spaß...

Weil's heute nicht ganz so heiß war wie gestern, hab ich mir anschließend das Auto vorgenommen und ein paar Optimierungen durchgeführt.

Erstmal hab ich in die große Brettauflage mit der Stichsäge eine Ausrundung geschnitten. Ist nicht ganz perfekt geworden - die Stichsäge ist nicht gerade meine beste Disziplin, aber dafür ist es super... Das Brett stand vorher bis dicht an die Tür. So war es sehr schwierig ins Bett einzusteigen, weil man nicht richtig Schwung holen konnte und am Brett hängen blieb. Ich hab es erstmal nur auf der Fahrerseite gemacht, weil das meine Einstiegsseite sein soll. Aber vielleicht mach ich es auch noch auf der anderen Seite. Man weiß ja nie, welche Seite grad besser zum ein- oder aussteigen ist...



Auch Rossi kommt jetzt problemlos ins Auto, selbst wenn die Polster drauf liegen. Vorher ist er immer an dem Brett hängengeblieben, was ihm glaub ich wenig gefallen hat - Aua! Das freie Stück ohne Polster werde ich noch irgendwie ausfüllen. Außerdem ist rechts unter der Platte noch ungenutzter Stauraum, für den ich mir schon was überlegt habe...



In der Breite hab ich von dem Auflagebrett auch einmal längs 3 cm abgeschnitten (grüner Strich). Jetzt lässt es sich leichter hochklappen, vorher ist es immer an der Rückenlehne hängengeblieben, wenn die nicht ganz gerade stand.






In die Staukästen hab Löcher gebohrt, damit ich sie einfach rausziehen kann, ohne die Bettplatte hochzuklappen.



Außerdem hab ich endlich die Ablageplatte fürs Reise-Cockpit angepasst und ein Loch für Rossis Wassernapf reingeschnitten.



Ist nicht perfekt ausgeschnitten, aber es erfüllt seinen Zweck - wie man sieht.



Weitere Verwendungsmöglichkeiten für das Brett: bei Stau Butterbrote schmieren oder den Atlas ablegen...



Und abends wird aus dem Brett meine Küchen-Arbeitsplatte.






Kolossale Verbesserung gegenüber den letzten 30 Jahren: Ich kann jetzt die Campingplatz-Stromkästen anzapfen und hab mit einem Mehrfachstecker Saft für ne echte Licht-, Laptop-, Ladeparty. Ich könnte sogar einen Toaster mitnehmen... Keine Ahnung, warum ich meinen Vater nicht schon früher nach so einem Kabel gefragt habe. Das lag nur sinnlos in der Garage rum.



Und wenn ich nicht auf einem Campingplatz übernachte, hab ich den Voltumwandler, um die Kamera-Akkus, das Handy und Laptop zu laden. Ich hab das Teil irgendwann mal im Mediamarkt oder Saturn gekauft und muss sagen, es ist eines meiner wichtigsten Reiseutensilien. Ohne den Kasten wäre ich völlig aufgeschmissen. So kann ich den ganzen Elektronikkram während der Fahrt aufladen.



Noch eine Verbesserung gegenüber den letzten 30 Jahren: Ich hab jetzt sowas ähnliches wie einen "Kühlschrank". Stand irgendwann im Aldi rum und nachdem ich zwei Tage drum rumgeschlichen bin, hab ich die Kühlbox mitgenommen. Ich weiß, es wird nicht wirklich kalt in der Kiste, aber ich habe zumindest die Hoffnung, dass ich so einen etwas längeren Spielraum habe und mir die Butter nicht mehr wegläuft. Ausprobiert hab ich die Kühlbox noch nicht, aber sie hat überraschend mehr Stauraum als ich erwartet hatte. Sie kann sowohl übers Stromnetz als auch über die Autobatterie betrieben werden.



Sie ist leider etwas hoch, sodass sie nicht unters Bett passt. Nachts werde ich sie auf dem Beifahrersitz abgestellen müssen. Aber das geht schon.

Links im Bild sieht man mein Angelzeugs, das ich auch schon verstaut hab.



Wir fahren bald zum Nordkap...