Campingausbau im Dokker: Jetzt noch schönerer

Nach einem 12-stündigen, Säg-, Bohr-, Schleif- und Schraubmarathon hab ich heute endlich den  Optimierungs-Umbau meines Dacia Dokker abgeschlossen. Werkzeug ist verstaut und weggeräumt und ich denke nicht mehr nonstop darüber nach, wie ich dies und das und jenes was noch verbessern kann.

Die Fotos von der Umbauhase sind in einem extra Beitrag zu sehen.

Jetzt kann ich endlich Pläne machen, wo es als erstes (über Fronleichnam ) hingeht… Ich denke, es werden die französischen Alpen sein. Die stehen schon länger auf meiner Wunschliste.

Wie gehabt, gibt es vorne ein Cockpit mit Hundebar aus zwei gestapelten Holzkisten (Baumarkt). Das Cockpit gibt es natürlich nur, wenn ich allein mit Hund unterwegs bin. Rossi liebt seine Hundetränke heiß und innig und schlabbert auch auf dem Weg zur Arbeit immer mal ein paar Schlückchen.





Alles auf Anfang: Um den Einbau im Einzelnen zu demonstrieren hab ich alles rausgeräumt. Insgesamt besteht der Ausbau aus 6 Einzelelementen, die modular ein- und ausgebaut werden. Der Ausbau geht ziemlich flott. In etwa einer halben Stunde ist alles losgeschraubt und das Auto leer.

Der Einbau dauert etwa doppelt so lange. Die Schrauben reinzubringen ist teilweise etwas fricky.



Element 1 ist eine Kombination aus Bodenplatte und Bettkasten. Die Pfeile markieren die Befestigungsvorrichtung.



Sie werden auf die Halterungsschrauben der Rückbank aufgesetzt und dann festgeschraubt.





Hier hatte man bei Dacia die ganz tolle Idee, Schrauben mit einem 16mm Kopf zu verwenden. Ich musste extra einen 16mm Schlüssel kaufen musste. Weder mein Vater, noch jemand in der Nachbarschaft hatte so einen .



Element 1 ist eingebaut und festgeschraubt.



Perspektivenwechsel, von hinten nach vorne, mit geschlossenem Bettkasten. Das linke Brett lässt sich ausziehen. In die entstehende Lücke kommt ein Einlagebrett, sodass die Schlaffläche etwas breiter wird.

Element 2 ist das hintere Bettkasten-Teil, ebenfalls mit Bodenplatte.



Die beiden Elemente ergeben eine Schlaffläche von etwa 1,80 m Länge. Vorne hab ich das Einlegebrett eingelegt, so wird das Bett knapp 80 cm breit.



Die beiden Bettkästen sind durch einen starken Eisenwinkel und Flügelschrauben miteinander verbunden



Element 3 ist der Kasten samt Bodenplatte für den linken hinteren Bereich. Der herausragende Stab stammt noch von der vorherigen Konstruktion und könnte eigentlich abgesägt werden. Aber weil er nicht stört, hab ich‘s erstmal so belassen.

Und nein, ich hab den Hund nicht genötigt, in jedes Foto zu latschen, das hat er ganz von alleine gemacht.



Die drei Grundelemente sind eingesetzt. Sie werden durch drei Schrank- und Regalelemente ergänzt. Links auf dem Kasten (Pfeile) sieht man die Eisenwinkel, die den Schrankaufsatz fixieren.



Element 4 ist der Schrank, der auf Element 3 aufgesetzt wird.





Der Schrank wird unten an den beiden Winkeleisen befestigt.





Und zusätzlich an der Dachhalterung, die ursprünglich mal als Gardinenhalterung und fürs Dachnetz gedacht war.



Element 5 ist ein Mulitfunktionsschrank. Er wird unten  an der Bodenplatte und rechts am Bettkasten mit Flügelschrauben fixiert.
Das große Schrankfach kann von beiden Seiten geöffnet werden.





Das letzte Element ist ein Regalaufsatz, der links am Schrank und rechts auf dem Bettkasten angeschraubt wird.





Das obere Fach ist von innen mit einer Klappe verschlossen und wird so zum perfekten Handtuchfach.



Der Kochkasten steht im untersten Fach.



In den Boden der Kiste hab ich ein Loch gefräst, das genau über die Flügelschraube passt. So kann die Kiste auch nicht hin und herrutschen.





Die Halterung für den Kocher.



Bei Betrieb wird er von der Kiste runtergenommen.



Weil ich so viele Rollen Klebefolie rumliegen hatte, hab ich die Ess- und Arbeitsflächen etwas kleckersicherer gemacht.

Ein neuer Campinghocker wurde auch angeschafft. Es fehlen noch die Matratzen, für die ich noch Bezüge nähen muss.



Der Klappstuhl passt perfekt zwischen Tür und Schrank.



Die grüne Wanne ist das mobile Spülbecken.



Ich wollte unbedingt eine Notfall-Toilette dabei haben, konnte mich aber weder für ein kleines Chemoklo noch für eine Eimertoilette entscheiden. Stattdessen hab mich mir selber ein Klo mit Hilfe eines Toilettenstuhl-Aufsatzes gebaut.





Lässt sich auch verschieben.



Im Eimer ist ein Bio-Müllbeutel.





War zu lustig, wie Rossi den Eimer inspizieren musste. Der ist zum Zeitpunkt des Fotos gänzlich leer und (noch) ungebraucht.



Bei Nichtgebrauch kann das Klo hinterm Sitz verstaut werden.



Mein Umbau-Projekt war vor allem darauf ausgerichtet, die Bettfläche auf eine Person auszurichten. Aber manchmal sind wir auch mit zwei Zweibeinern + Vierbeiner unterwegs. Dann wird die heruntergeklappte Schranktüre zur Bettfläche.



Vorne wird das Bett durch die beiden Holzkisten getragen, die auf dem ersten Foto als Cockpit zu sehen sind. Bei Reise mit 2 Mensch + Hund, werden sie während der Fahrt hinten verstaut.



In den Eingriffkasten kommt das Bettzeugs



Die heruntergeklappte Schrankplatte wird zum Esstisch, zum Spielboard und zum Traveloffice...



Sobald die Matratzen bezogen sind, werden die Fotos ergänzt :-)


 

Kommentare  

#2 Dagmar* 2016-12-14 13:24
Hallo Peter,
danke dir :)
Den Bau des Dachnetz' hab ich hier beschrieben:
http://road-fun.de/index.php/autocamping/503-selbstgebautes-dachnetz-fuer-den-dokker

Es sind aber keine Dübel, sondern Nieten. Und der Rahmen wurde dann mit langen Schrauben in die Nieten geschraubt.

Grüße
Dagmar
#1 Sanipeter 2016-12-14 12:59
Toole Page und noch tollere Ideen für den Dokker! TOP! Weitermachen ;-)) Frage: Welche Dübel hast du genommen um das Netz an die Decke zu befestigen?
Gruß und Danke!
Peter