Nicht die Katze fressen!

Es gibt Hoffnung im Hunde-Katzenhaushalt. Nach 3 Wochen hartem Training scheint Rossi tatsächlich von der Idee abzukommen, dass es sich bei dem Kater um einen kleinen Pausensnack handelt.


Die ganze letzte Woche hab ich mit den beiden Vierbeinern im Rahmen unserer Sofasitzungen trainiert und Rossi immer wieder eingebleut: "Es werden keine Katzen gefressen!" Ein bis zwei Folgen Magnum haben wir uns jeden Abend reingezogen und am Wochenende noch mehr Hawaii. Mal ging es richtig gut, mal auch nicht so, wenn einer von den Viechern zu aufgedreht war. Vielleicht dauert es mit der Anfreundung auch deshalb so lange, weil Anton nicht ständig bei uns ist. Seit Samstag verbringt er jetzt Tag und Nacht bei uns und Rossi hat die Gelegenheit sich intensiv mit unserem neuen Hausbewohner auseinander zusetzen.

Unsere Sofa-Übungen hab ich in der letzten Woche nach und nach ausgeweitet. Erst durfte Anton frei im Zimmer und Teilen der Wohnung herumrennen, während Rossi bei mir auf dem Sofa saß und ihm dabei zusah, wie er alles Herumliegende herumgerollt hat. Gelegentlich ist Anton auch zu uns auf’s Sofa hoch geklettert und hat geschaut, was wir so machen. Ging alles ganz ruhig und friedlich.

Gestern haben wir zum ersten Mal alle drei ein Nickerchen auf dem Sofa gemacht. Dabei war auch Rossi lose. Anton schlief auf meiner rechten Schulter, halb unter der Decke. Rossi war erst am Fußende und ist dann später zu uns nach vorne gekommen und hat sich in meinen linken Arm einzukuschelt. Zwischendurch hat er vorsichtig mal an Antons Füßen geschnüffelt und geleckt. Später hat Anton an Rossis Fuß geleckt und ihm sein Füßchen drauf gelegt. War richtig gut.

Heute Morgen war ich mutig und hab Anton zu Rossi und mir ins Bett geholt. Rossi war so müde, dass ihn das gar nicht weiter interessiert hat. Anton war allerdings munter und ist auf uns herumgeturnt. Höhepunkt der großen Kuschelaktion: Rossi liegt auf dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt und lässt sich von mir den Bauch kraulen. Anton boxt derweil mit Rossis Hinterpfoten, was Rossi nicht zu interessieren scheint.

Später war Rossi noch mehrmals lose aber unter Aufsicht bei Anton im Bad. Und als wir das Haus verlassen haben, waren beide lose zusammen im Flur. Rossi trippelig, weil er raus wollte, Anton neugierig, was da in Gang ist. Es gab keine Jagd- oder Schnappversuche. Bin sehr erleichtert und hab mit Steffen ausgemacht, dass Anton jetzt ein paar Tage durchgängig bei uns bleibt, damit sich Rossi an Antons Daueranwesenheit gewöhnt.

Antons Reich wurde um den Flur ausgeweitet - wenn wir nicht da sind. So hat er mehr Abenteuer als im Badezimmer-Resort. Er war schon gestern im Flur unterwegs und ist gleich erstmal die Treppe zum Dachboden hoch. Da hat er ein tolles Plätzchen auf dem Treppenvorsprung gefunden, auf dem er liegt und alles im Blick hat. War gar nicht so einfach, ihn wieder runterzulocken.

Fotos der Annäherungen zu machen, ist schwierig. Entweder sind beide so weit auseinander, dass sie nicht auf ein Bild passen. Oder sie sind so dicht beisammen, dass ich beide Hände brauche, um notfalls doch mal einzugreifen.

Deshalb nur dieses unspektakuläre Foto aus dem Badezimmer. Rossi ist völlig ungesichert und interessiert sich nicht sonderlich für Anton.




Dafür noch ein paar lustige Einzelfotos. Rossi und ein ganzer Sack voll Tennisbälle. Rossi macht voll einen auf Strahlemann.




Weil ich nicht wusste, wohin mit den ganzen Bällen, hab ich sie in eine Schublade der Flur-Kommode gefüllt. Die war eh leer und uns ist nichts eingefallen, was wir da reinpacken könnten. Nun hat Rossi seine eigene Spielkiste...





Und dann haben wir entdeckt, dass wir noch einen kleinen Tennisspieler im Haus haben.




Anton macht rhythmische Gymnastik mit dem Tennisball