Verkostungen quer durch den neuseeländischen Supermarkt

Einmal halb um die Welt - Verkostungen quer durch den neuseeländischen Supermarkt...


Brot:
Wer schon mal in einem Supermarkt in Großbritannien oder den USA war, kennt den Anblick: endloslange Regalreihen mit nichts anderem Toast. Mal dünner, mal dicker geschnitten, mal mit ein paar Körnern drin, mal ohne. Geschmacklich ist kein großer Unterschied festzustellen, obwohl jeder Kiwi steif und fest das Gegenteil behaupten wird und auf seine Lieblingssorte schwört. In den größeren Supermärkten gibt es auch frischgebackene Brötchen
und Baguettes, aber so knusprig, wie wir es kennen, sind sie nur selten - weiß der Teufel, woran das liegt. In Wellington gibt es sogar eine deutsche Bäckerei, die "richtiges" Brot und Brezeln verkauft. Fast wie zu Hause, aber doch nicht ganz. Vielleicht liegt es am Mehl....

Wurst:
Die Wurst ist gewöhnungsbedürftig, der Schinken ist uneingeschränkt empfehlenswert. Sehr lecker auch "smoked Chicken", geräuchertes Hühnchen. Am ersten Tag hat es uns fantastisch geschmeckt, nach 2 Tagen hatten wir es allerdings schon etwas über. Und als wir später noch mal eines gekauft haben, ist es mit deutlich weniger Begeisterung verzehrt worden, also nicht zu oft und in zu großen Mengen kaufen.


Fleisch:

Wir haben noch nie so viel und so gutes (und günstiges) Rindfleisch gegessen wie während der 3 Wochen in Neuseeland. Lamm, Hirsch und Schwein bekommt man natürlich auch zu kaufen. Aber die Rindersteaks...



Käse:
Vorherrschend ist die Sorte "Chester". In einigen Supermärkten gibt es Delikatessabteilungen mit importiertem französischen Käse. Der ist natürlich gut aber teuer. Der neuseeländische Käse ist "a little bit strange" - drücken wir es mal so aus. Er ist sehr fest und trocken und klebt am Gaumen, schmeckt erstaunlicherweise fast immer gleich, egal welche Sorte auf dem Brot liegt.

Marmelade:
Schmeckt sehr gut!

Erdnussbutter:
Schmeckt sehr gut!

Butter/Milch:
schmecken "very strange". Die Butter hat einen nicht beschreibbaren kuhigen Geschmack und ist nur im halbflüssigen Zustand streichfähig. Auch die Milch schmeckt etwas merkwürdig, aber der Kaffee übertönt es. Liegt vielleicht an der Pasteurisierung...

Ein besonders Geschmackserlebnis:
Toastbrot mit Erdnussbutter (statt Butter) und Marmelade, sehr sehr lecker!

Ein tolles Phänomen:
Ist das Hefegebäck. Irgendwie sind die Hefepilze anders drauf als unsere. Sie geben dem Gebäck nicht nur Volumen, sie blasen es regelrecht auf. Wenn man es zusammendrückt, schrumpft es auf 1/5 seiner Größe zusammen und ist nur schwer verdaubar.



Was für kleine Kiwis:

The Simpsons und Barbie-Nudelgerichte. Die Idee dazu scheint allerdings nicht direkt aus Neuseeland zu kommen. In England stehen diese (und noch viel mehr!) Kinderdosengerichte ebenfalls in den Regalen. Hee Leute, bringt Euren Kindern lieber bei, dass der Geschmack das entscheidende ist und nicht die Nudelform.



Straßenfood
Das Allerleckerste ist natürlich Lobster, direkt an der Stráße gekauft. Auch wenn die zwei Verkaufsbuden, die nördlich von Kaikoura stehen, keinen sehr vertrauenserweckenden Eindruck machen. Man sucht sich einen Lobster in der gewünschten Größe aus und bekommt ihn dann in Papier oder Zeitung eingepackt.



Hier noch zwei Klassiker:
Fish & Chips haben die Engländer in die "Kolonien" mitgebracht - logo. Kann sehr sehr lecker sein. Kann aber Magenprobleme machen, wenn die Chips mit Rinder- oder Hammeltalg ausgebacken sind. Danach braucht man einen Schnaps oder Alka Seltzer...


Ganz verrückt sind die Neuseeländer auf Kürbisgewächse. Je größer und je bunter desto lieber...


Die weißen Dingers gab es im neuseeländischen Weihnachtssortiment. Keks mit Baisermasse. Macht allerdings optisch mehr her als es schmeckt. Weihnachten gibt es natürlich auch lecker Schinken