Thrombose-Risiko beim Flug nach Neuseeland

Vor einigen Jahren ist eine Engländerin an den Folgen einer Thrombose nach einem Australienflug gestorben. Da die Thrombose-Gefahr mit dem Alter steigt, war dies natürlich auch ein Thema bei unseren Reiseüberlegungen. Kann man im Alter einen solch langen Flug überhaupt wagen - zumal mit einer Thrombose- Vorgeschichte?


Das Thrombose-Risiko während des Flugs entsteht durch folgende Faktoren:

  • Die Venen in der Leiste und in den Kniekehlen sind beim Sitzen abgeknickt, sodass sich der Blutfluss verlangsamt.
  • Die niedrige Luftfeuchtigkeit führt zum Austrocknen des Körpers = Blut wird dicker.
  • Durch den niedrigen Luftdruck dehnen sich außerdem die Venen aus - das Blut fließt langsamer und es besteht die Gefahr der Blutgerinnselbildung.


Empfohlen wird deshalb:

Regelmäßig aufstehen und Beine bewegen - was im Flugzeug nicht unbedingt einfach ist und einem schnell genervte Blicke der Mitreisenden einbringt. Aber besser Streit im Flugzeug als eine Thrombose!

Viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Nebenbei - wer viel trinkt, muss oft auf Toilette und bleibt so automatisch in Bewegung.

Gymnastikübungen (Fußkreiseln etc.) halten den Blutfluss in Gang. Einige Fluggesellschaften zeigen auch zwischendurch kurze Filme mit Gymnastikübungen. Mitmachen, auch wenn es albern aussieht! Sie sitzen schließlich alle im gleichen Boot, bzw. Flugzeug.

Evtl. Kompressionsstrümpfe tragen.

Bei Thrombose-Vorgeschichte wird prophylaktisch eine Injektion mit einem blutverdünnenden Medikament empfohlen - rechtzeitig vorher mit dem Hausarzt absprechen, was der dazu meint! Falls ja, keine Sorge vor den Spritzen, die Sie sich übrigens selber setzen müssen. Die Nadeln sind hauchdünn, man spürt sie kaum. Gespritzt wird in eine Bauchfalte. Am besten die Nadel langsam einführen (geht rein wie Butter, man spürt es wirklich nicht), dann gibt es keine oder nicht so große blaue Flecken um die Einstichstelle.

Wenn der Hausarzt Thrombose-Spritzen verordnet, werden diese jeweils vor den Flügen gesetzt. Das heißt bei einem Stopp-Over muss vor dem nächsten Flug das nächste Mal gespritzt werden. Um Ärger mit dem Zoll zu vermeiden, empfiehlt es sich eine Bescheinung vom Arzt (in englisch), dass die Medikamente erforderlich sind.