[02] Der Red & der White Tower

Vor dem Gang ins Reisebüro hatte ich mich schon ein bisschen über die Hotels auf Malta informiert und mir das Ramla Bay Ressort ausgesucht, obwohl es in den Hotelkritiken nicht so herausragend abschneidet. Ich wollte kein Hotel in der Stadt, sondern in ruhiger Lage außerhalb, direkt am Waser. Ich will jetzt nicht behaupten, dass es das tollste Hotel auf Erden ist, aber ich fand es völlig in Ordnung und wüsste nicht, was es da zu meckern gibt.


Das Zimmer und Bad war sauber, das Bett war bequem, das Frühstück mit großer Auswahl (von der ich allerdings wegen der Galle + Magenschleimhautentzündung - die war auch noch im Programm inbegriffen - nichts hatte) alle Hotelangestellten, von denen ich was wollte, haben mir geholfen und waren völlig korrekt. Von mir gibt es volle Punktzahl!



Wenn jemand, zufällig bei der Suche nach Ramla Bay Ressort auf diese Seite kommt, das einzige, was man bei einem Urlaub in dem Hotel einkalkulieren muss, ist, dass es völlig ab vom Schuss ist. Man kann in der Gegend ein bisschen wandern, in die nächsten Buchten, nach rechts zum White Tower und nach links zum Red Tower, das Hotel hat einen kleinen Strand, aber um in die nächste Stadt (Il-Mellieħa) zu kommen, muss man schon gut bei Fuß sein. Es sind knapp 6 km bis ins Zentrum und auf dem Weg dahin gibt es gar nichts, nur ein paar Äcker. Zudem muss man erst von der Bucht den Hügel hoch, dann wieder runter und dann den nächsten Hügel hoch in die Stadt. Malta hat zwar keine Berge, aber die Hügel haben durchaus eine beachtliche Höhe, auch wenn das auf dem Foto nicht so rüberkommt.



Was auch ein Problem sein kann, ich hab in der einen Woche weit und breit keinen Supermarkt gefunden. Kann an mir gelegen haben. Obwohl ich mehrfach mit dem Auto in Il-Mellieħa herumgekurvt bin (was ein Abenteuer für sich ist) hab ich nur kleine Krimskramsläden gesehen. Das Hotel hat aber einen hauseigenen Supermarkt, wo man alles Wichtige zu fairen Preisen bekommt.

Wer nicht so gut zu Fuß ist, und keinen Leihwagen nehmen möchte, kann auch Bus fahren, um etwas mehr als die nähere Umgebung zu erkunden. Vor dem Hotel ist eine Haltestelle, die regelmäßig angefahren wird. Busfahren ist auf Malta günstig.

So sieht das "Nichts" um das Hotel herum aus. Im Hintergrund der Red Tower. Voll in der Pampa!



Hier sieht man den kleinen, hoteleigenen "Strand", es war halt außerhalb der Badesaison. Im Hintergrund das Nachbarhotel (mit Restaurant und ebenfalls einem kleinen Hotelshop), dahinter ein Museum und dann sieht man auch schon den Fährhafen zur Malta-Insel Gozo.



Das Ganze noch mal dichter rangezoomt



Weitere Badeplätze des Hotels. Das Wasser ist übrigens super klar und wunderschön türkisfarben. Schade, dass ich krank war, sonst wär ich bestimmt Baden gegangen.



Der Hotelpool - im Winter geschlossen. Im Hintergrund sieht man wieder den Hafen und die Insel Gozo



Ich will nicht sagen, dass es mir am nächsten Tag nach der Ankunft wirklich gut ging. Die Krämpfe hatten nachgelassen, aber ich war ziemlich fertig und hab mich mehr oder weniger nur durch die Gegend geschleppt. Am liebsten wäre ich den ganzen Tag im Bett geblieben. Aber so wollte ich meine Urlaubstage ja auch nicht verbringen. Also hab ich mich ins Auto gequält und die nähere Umgebung rund um das Hotel erkundet.

Auf der Google Map sieht man ganz gut, wo ich überhaupt gesteckt hab. Das Hotel ist auf der Halbinsel im Nordwesten der Insel Malta, die namensgebend für den Gesamtstaat ist. Zu Malta gehören die drei bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino sowie ein paar kleinere, unbewohnte Felseninseln. Wobei man bei Comino auch nicht wirklich von "bewohnt" reden kann. Es gibt ein paar Schotterpisten (?) ein paar Ruinen, u.a. ein altes britisches Quarantäne Krankenhaus, einen Campingplatz, ein Hotel und eine Bungalow-Anlage.

Das Foto entstand auf dem Weg zur höher gelegenen "Hauptstraße" und bietet praktisch den Blick ins "Nichts" zur anderen Seite. Im Hintergrund ist der White Tower zu sehen.



Der Weg zum Hotel runter. Im Hintergrund sieht man erst die Insel Comino, dahinter Gozo.



Hobby Landwirtschaft



Die nächste Bucht, rechts vom Hotel mit lauter Würfel-Schuppen, die (vermute ich) als Bootsschuppen und Wochenendhäuser genutzt werden.



Am Ende der Halbinsel angekommen. Gegenüber der Bucht liegt Il-Mellieħa. Die beiden Jungs hatten Tauben in ihren Kartons und haben sie immer paarweise landeinwärts geworfen. Die Tauben flatterten davon und zwei drei Minuten später war ein Pang, Pang zu hören.




Ich bin ein bisschen in den Klippen herumgestrolcht, hab die Sonne, den Wind und die Aussicht genossen und gehofft, dass ich den Taubenschützen nicht zu nahe komme.



Eine tolle Wasserfarbe, oder?



Ich tippe auf Schießunterstand.



Im Hintergrund sieht man wieder Comino und dahinter Gozo.



Agaven Grafitti



White Tower, dahinter die Insel Gozo







Danach bin wieder zurück ins Hotel gefahren und hab ne Runde geschlafen...