[03] Rauf und runter in Il-Mellieħa

Später am Nachmittag hatte ich genug Energie, um eine zweite Erkundungstour zu starten. Diesmal in Richtung Il-Mellieħa. Die Stadt war nur ein paar Kilometer entfernt, aber ausreichend aufregend für den zweiten Tag. Man gelangt entweder von links unten oder von rechts oben in den Ort. Wobei in meinem Verkehrsverständnis, die Variante von links unten den Berg hoch nur für Busse und Taxis erlaubt war - die Schilder waren ziemlich konfus.


Also bin ich im großen Bogen rechts an der Stadt vorbei den Berg hoch gefahren und dann von oben in die Stadt rein. Weil ich dabei nirgends einen Supermarkt finden konnte, hab ich die Tour gleich zwei oder dreimal gemacht. Schließlich hab ich in einer Garage ein 6-Pack Mineralwasser und eine Flasche Kinnie, eine bittere Orangenlimonade gekauft. Die Limo war mir allerdings zu bitter und wegen der Magenschleimhautentzündung konnte ich eh nur einen Schluck probieren. War nicht so mein Fall.

Weil ich Zeit und nichts besseres vor hatte, hab ich ne Weile von der Promenade aus zugeschaut, was sich so am Strand der Mellieħa-Bay tut. Diesen jungen Mann mit Hund fand ich niedlich, wie er ein Gruppenfoto von sich und dem Waldi macht. Auf Malta gibt es übrigens keine Straßenhunde. Alle Hunde haben einen festen Wohnsitz und sind nur in Begleitung mit dem Halter zu sehen. Es stehen auch überall Schilder (made in England) dass es teuer wird, wenn der Hund in der Gegend herumköttelt.



Auch die Katzen sind keine Streuner.



Die Immobilien auf Malta sind sehr interessant!



Oben in der Stadt. Im Hintergrund sieht man die Klippen, die ich am Vormittag besucht hatte. Ich glaub das Foto zeigt auch recht anschaulich, dass mal eben nach Mellieħa zum Einkaufen gehen eine ganz schöne Kraxelei ist.



Kellerwohnungen



Die Wohnungen im Obergeschoss.



Die Stadt kommt einem total chaotisch vor, aber bei näherem Hinsehen erkennt man dass hinter der Bauweise System steckt. Autofahren ist auf den ersten Fahrten ziemlich anstrengend. Aber die Malteser fahren für Südländer sehr gesittet und beachten sogar die Verkehrsregeln. Wenn man sich ein bisschen an die fremde Umgebung gewöhnt hat, geht das Fahren ziemlich problemlos.



Die St. Marija Kirche in Il-Mellieħa. Angeblich soll es 365 Kirchen auf Malta geben, für jeden Tag eine. Keine Ahnung, ob das stimmt, auf alle Fälle bräuchte man viel Zeit, um alle Kirchen zu besichtigen. Die Malteser sind von ein paar Bevölkerungs-Prozenten abgesehen, alle römisch katholisch. Der Glaube spielt auch heute noch eine große Rolle, das merkt man überall auf der Insel.



Air Malta verlässt Malta



Ein (sehr) kleiner Friedhof gegenüber der Kirche



Dieselbe Kirche aus einer anderen Perspektive



Auf dem Rückweg kam ich wieder an Sweethaven - Poppeye Village - vorbei. Davon erzähl ich später noch mehr. Ich hab es nämlich auch besichtigt.



Und weil ich nichts besseres zu tun hatte, Abendessen fiel wegen dem Gallen-/Magengedöns eh aus, hab ich noch am Red Tower auf die Dunkelheit gewartet und ein paar Fotos gemacht. Leider hatte ich kein Stativ dabei. So musste ich auf der Steinmauer mit Selbstauslöser knipsen.



Noch ein letzter Shot von meinem Hotel-Balkon auf die Nachbar-Bucht.