Schildertour in Sachsen


Dank 1. Mai und Brückentag am Freitag und einem anschließenden freien Montag hatte ich ein paar Tage frei und kam auf die Idee, nach Hamburg zu fahren und Freunde zu besuchen. Und weil 800 km geradeaus runter nach Hamburg zu langweilig ist, hab ich einen Schlenker nach Sachsen und Berlin eingebaut, weitere Freunde und Verwandte besucht und nebenbei nach neuen Schildern Ausschau gehalten.

Die Schilder-Ausbeute war nicht groß, aber ein paar hab ich doch gefunden. Ich hätte mir noch das eine oder andere original DDR-Schild gewünscht, aber da war leider weit und breit nichts zu finden.


Für das erste Schild musste ich nicht weit fahren. Ich hatte schon am Vortag in Starnberg gesehen, dass in einer Straße neue "Baumwarnschilder" aufgestellt worden sind. Das Motiv an sich ist nicht neu, aber als dreieckiges Gefahrenschild ist es neu. Die offizielle Bezeichnung diese Schildes lautet übrigens: "Eingeschränktes Lichtraumprofil durch Bäume". Wüsste gerne, wer sich sowas einfallen lässt.



In Oberasbach steht folgendes schönes Schild.



Fundstück aus der Königsbrücker Heide in der Lausitz. Das Männeken auf dem Pferdegespann muss ein original "DDR-Bauer" sein. Der Herr auf dem bundesdeutschen Schild, das bis 1992 verwendet wurde, trägt einen Schlapphut und auch das Pferd sieht ganz anders aus. Nach 1992 sitzt ein hutloses Strichmännchen auf dem Wagen.



Auf dem Rückweg hab ich in Dinkelsbühl eine andere Variante von diesem Schild gefunden, bei der der Bauer mit Schlapphut unterwegs ist. Das Pferd hat ein Kummet um den Hals und das Moped ist auch nicht gleich.



Das Schild gefällt mir auch sehr



Früher war die Lausitz von Braunkohlegruben durchzogen. Seit die Löcher in der Landschaft geflutet wurden, hat die Lausitz haufenweise neue Seen und die Lausitzer Seenplatte macht der Mecklenburger Konkurrenz.  Ganz fertig sind sie mit der Landschaftssanierung allerdings noch nicht. Rings um die neuen Seen gibt es noch zahlreiche Sperrgebiete.



Keine 100 Meter weiter steht diese Variante. Da fragt man sich schon, ist der Sperrbereich für die Bauern weniger lebensgefährlich als für Spaziergänger und Pilzsammler?



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