Das große Packen fürs Leben im Auto

Die nächsten beiden Monate werde ich im Auto leben und arbeiten, noch dazu auf einer windumtosten, wetterunbeständigen Inselgruppe im Atlantik. Da muss man mit ein bisschen mehr Überlegung packen als sonst. Mir kommt es vor, als würde ich schon seit Wochen in allen Ecken kleine Haufen mit Zeugs anlegen, das ich keinesfalls vergessen darf.


Papiere für mich, Papiere für den Hund (Tierarztbesuch, um die Impfungen auffrischen zu lassen!!!) - ist klar. Geldkarte, Kreditkarte.... Glücklicherweise hab ich bei der Buchung der CalMac Fähre die Info bekommen, dass ich für meine Kreditkarte eine neue Onlinefreigabe brauche. CalMac hat sich dem Online-Legitimationsverfahren Verified by Visa angeschlossen. Könnte sonst stressig werden, wenn ich nicht alles online regeln kann.

Neue Hundemarken für Rossi, weil ich eine neue Handynummer hab... Hab gleich drei geordert, damit er an jedem seiner drei Geschirre eine dran hat. Die Dinger waren billig und merkt man. Dass man die Nummer nach den zwei Monaten noch entziffern kann, wage ich zu bezweifeln. Ich hab Rossi from Germany eingravieren lassen, damit die Schotten im Falle eines Falles gleich wissen, dass er deutsch bellt.



Ja und dann fallen mir noch lauter so spezielle Sachen ein wie: Hm, ich sollte mir vielleicht noch ein paar neue Hosen und einen größeren Vorrat an Unterwäsche zulegen. Weiß ja nicht, wie oft ich auf eine vernünftige Waschmaschine treffe - die auf Campingplätzen kennen meistens nur Kaltwäsche. Ich brauche unbedingt eine Mütze (obwohl ich nie Mützen trage) oder noch besser ein Stirnband. Der Wind, die Haare, die Ohren... Die restlichen Klamotten, Bettwäsche und Handtücher für mich. Kissen und Handtücher für den Hund.

Angelzeugs... Diverse Vorräte für mich. Chappy für den Hund. Das Futter in England hat er ja im letzten Jahr abgelehnt!

Früher hat mir eine Zahnbürste samt Zahnpasta und eine Flasche Haarshampoo gereicht. Die Zeiten sind vorbei. Nein, ich zähl nicht auf, was ich da alles an Zeugs von Q-Tipps bis Pflaster zusammengestapelt habe. Peinlich!

Dann das technische Gedöns: Kamera, Ersatzkamera (will mir ja bei Ausfall der einen keine neue kaufen müssen). Ladegeräte für die Kameras. Handy, Vorsichtshalber auch ein Ersatzhandy? Handyladegerät.



Das Laptop zum Arbeiten, das ich schon vor vier Wochen für mein neues mobiles Leben angeschafft habe. Soll ich vorsichtshalber auch noch das Notepad mitnehmen? Noch mehr Geräte und Ladegeräte. Der Drucker muss auch mit. Weil ich ja arbeite und mir hin und wieder ein Fährticket ausdrucken muss. Der Drucker ist glücklicherweise klein und handlich. Ach ja, Papier... ein paar Briefumschäge?

Mein krönender Einfall ist aber, dass mein tolles neues Spielzeug unbedingt mit muss: der Akkuschrauber. Es könnte ja was an meinen Ausbauten eine Reparatur oder Optimierung benötigen.... Noch mal ein Akkuladegerät.

Das Packen nimmt langsam leicht irre Züge an...

Kommentare  

#2 Dagmar* 2017-06-14 10:28
Den Drucker hab ich dann doch zu Hause gelassen - gute Entscheidung - da ich keinen Strom außer von der Autobatterie habe, wäre es mit dem Drucken eh nichts geworden...

Aber der Akkuschrauber war eine gute Idee. Ich musste tatsächlich was reparieren, das auseinander gefallen ist und hab außerdem eine Verbesserung vorgenommen ;)
#1 Claudimaus 2017-04-28 20:10
Ich taufe deinen Camper jetzt einfach mal "Narnia" :lol: Eine gute streßfreie Fahrt wünschen dir Rudi und ich und wir freuen uns auf deine kommenden Berichte.

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