Im Allgäu - Baumwipfeltour, Teil 3

Weil ich es in diesem Sommer auf 20 Campingausflüge bringen will, war ich dieses Wochenende wieder unterwegs. Diesmal aber nur eine Nacht und nicht so weit weg, im Allgäu. Dafür waren wir aber zum ersten Mal zu Zweit + Hund.


Bevor wir gestern abend nach Füssen fahren konnten, musste ich schnell noch die Matratzen für das zweite Bett zuschneiden und ein paar Kleinigkeiten ändern, damit wir überhaupt zu dritt im Auto schlafen konnten. Rossi hat in diesem Zuge einen eigenen Liegebereich gleich neben der Schiebetür auf der Fahrerseite bekommen. Er war dann jedoch nur schwer davon zu überzeugen, dass das SEIN Platz ist.

Erst hat er sich zwischen uns gequetscht, was ihm eine "Verschiebung" auf den richtigen Platz einbrachte. Kaum waren wir eingeschlafen, klemmte er wieder zwischen uns und noch später in der Nacht hatte ich ihn plötzlich an meiner anderen Seite, neben der Schiebetür auf der Beifahrerseite. Insgesamt war die Probenacht aber gut. Wir hatten alle ausreichend Platz. Allerdings muss ich mir noch was einfallen lassen, wie ich die zusätzlichen Matratzenteile und Bretter so unterbringe, dass wir nicht ständig alles von A nach B räumen müssen.

Für die Probenacht hatten wir uns den Caravan Stellplatz in Füssen ausgesucht. Ein bisschen haben so Caravan Stellplätze ja was von einem Friedhof. Ein großer weißer Sarg dicht an dicht neben dem anderen. Wir mit dem Dokker dazwischen? Fast wären wir wieder gefahren, aber am Ende des Platzes gab es doch noch ausreichend Platz, sodass wir geblieben sind.



Was gut war. Sonst hätten wir auf einem Parkplatz mit diesem (übersehenen) Schild genächtigt und das nächste Protokol wäre dann aus Österreich gekommen. Warte noch mit Spannung auf das Ticket fürs nächtliche Parken im Parkverbot am Sylvensteinspeicher...



Das Wort "Campenverboten" gefällt mir besonders an dem Schild. Man addiere zwei Infinitive und schaffe daraus ein Hauptwort?

Leider hatte der Wetterdienst keine falschen Versprechungen gemacht, fast pünktlich gegen 6 Uhr morgens begann es zu regnen. Frühstück im Freien fiel siomit aus. Dafür hatten wir die Gelegenheit, einen ersten Incar Kaffeekochversuch zu starten. Das Auto ist nicht abgefackelt. Es geht!

Auch wenn wir ziemlich nass wurden, hatte der Regen auch etwas Gutes: Wir waren ganz alleine auf dem Baumkronenpfad in Ziegelwies/Füssen. Der Weg ist Teil des Walderlebniszentrums Ziegelwies und verläuft durch den Auwald entlang des Lechs.




Dabei überschreitet man in etwa 20 Meter Höhe die deutsch-österreichische Grenze.

Tadaaaa, wir verlassen Östereich!

Nachdem wir schon letzten Herbst über den Baumkronenweg in Kopfing und den Baumwipfelpfad in Lusen (Bayerischer Wald) spazieren konnten, war der Weg in Füssen in seiner Bauweise wieder ganz anders.



Die jeweils etwa 75 m langen Wegabschnitte sind zwischen vier Betonstützen gespannt. So hat der Weg ein bisschen was von einer Hängebrücke. Nicht ganz so schaukelig, aber doch ganz schön swingy.





Jedenfalls freut man sich, wenn man die Stationen auf den Stützen erreicht.



Hunde dürfen mit auf den Pfad. Weil wir ganz alleine waren, haben wir Rossi für ein paar Erinnerungsfotos  auch mal von der Leine gelassen. Er hatte sichtlich Spaß vom einen zum anderen hin und her zu rasen.



Nach dem Baumkronenweg, musste natürlich noch ein Stopp am Lechfell eingelegt werden.





Maximilian.



Anschließend waren wir in Füssen bummeln und shoppen.



Die Altstadt ist schön bunt.









Alles, was ein echter Bayer braucht: Lederhosen, Cap + Regenschirm und natürlich ein Smartphone.



Das waren noch Zeiten, als der Kottermair Hans ganz legal Waschmittel und Drogen verkauft hat...



Am frühen Nachmittag waren wir nach erfolgreichem Probecamping wieder zu Hause.  Montag mach ich mich an weitere Dokker-Optimierungen...

Ende der Dokkertour No. 3