Wasserspiele vom Feinsten: Plitvicer Seen

Nachdem wir Krk wieder verlassen hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Plitvicer Seen. Da wollten wir schließlich hin. Von der Küste ging es rauf in die östlichen Berge. Hier bot sich ein ganz anderes Bild. Zerfallene, zerschossene, leerstehende Häuser säumten unseren Weg.


Dahin war die sonnige Leichtigkeit der Adria, wo die Kriegsschäden weitestgehend gerichtet waren. Hier waren wir plötzlich mitten im Krieg und konnten nicht drüber reden, weil wir Malis nicht beunruhigen wollen.



Die menschenleere Gegend, die zerfallenen oder zerschossenen Häuser waren entsetzlich. Ich wollte da auf keinen Fall bleiben und unter keinen Umständen in irgendeinem dieser Dörfer in einer privaten Unterkunft nächtigen. Am liebsten wäre ich sofort wieder umgedreht, die Plitvicer Seen waren mir komplett egal.

Wir fanden dann aber direkt an den Seen ein Hotel aus grauer Kommunismus-Zeit. In der Nach-Kommunismus-Zeit hatten sie es ein bisschen aufgehübscht, aber es war immer noch hübsch hässlich und düster im Wald gelegen. Das Zimmer war eine winzige Butze und kostete einiges mehr als die letzten beiden Unterkünfte. Aber es gab ein Restaurant und so kamen nach mehreren Nudeltagen mal wieder zu einer richtigen Mahlzeit.

2003 gab es zwar schon google, aber, dass man so wie heute erstmal sein Reiseziel bis ins letzte Detail ausgoogelt, war nicht üblich. Ich hatte mir nur erzählen lassen, dass es an den Plitvicer Seen ganz toll sein sollte. Ich wusste, dass hier zahlreiche Winnetou-Szenen gedreht wurden, und meine Eltern waren auch schon mal da, wobei sich meine Mutter über die unerträgliche Hitze beklagte. Sonst wusste ich praktisch nichts...

Mit dem Bären-Warnschild fing es schon mal sehr spannend an. Wir haben aber keine Bären gesehen. Die Sichtung oder Begegnung eines Bären dürfte wohl auch der große Glückstreffer sein.



Wir waren den ganzen langen Tag auf einer der längeren Touren um die Seen unterwegs. Einfach großartig. Genialer Schachzug, hier die Winnetou-Filme zu drehen.



Insgesamt gibt es 16 Seen, die in Kaskaden ineinander übergehen. Und die vielen, vielen Wasserfälle zu zählen ist ein Ding der Unmöglichkeit.



Überall gurgelt und plätschert und rauscht es. Die reinste Wassersymphonie.







Dazu die fantastischen Farben des Wassers...

























Die Plitvicer Seen muss man einfach selber mal gesehen und gehört haben, da reichen Bilder einfach nicht aus...

Am späten Nachmittag ging es wieder zurück ans Meer.