Wo kommt jetzt Montenegro her?

Mit Montegro war es so, dass ich stundenlang gar nicht wusste, dass ich in Montenegro bin. Mein Autoatlas kannte kein Montenegro. Theoretisch hätte ich in Serbien sein müssen. Irgendwie war klar, dass ich da nicht bin, aber wo???


Ich hatte schon Schweißausbrüche, bis ich das endlich im Hotel in Erfahrung bringen konnte. Meine Straßenkarte war wirklich ein Witz!
Inzwischen weiß ich, dass ich nicht als einzige mit so einer Witzkarte unterwegs war. Zwei Jahre später hab ich einen polnischen Biker getroffen, der auch nicht wusste, dass er in Montenegro ist!

Montenegro ist toll! Ich hab mich total verliebt! Ein wunderschönes Land und nette Leute. Noch ein paar Fotos vom Lake Shkodar, dem Grenzsee zwischen Albanien und Montenegro.
 



Mein Hotelzimmer in Podgorcia, der Hauptstadt von Montenegro.



Was ich ganz putzig fand, im Zimmer standen Pantoffeln für die Gäste bereit!



Podgorcia


 





Pferd ausgebüxt!









Kotor vor oben


 









Unten angekommen!













Den Engländer mit seiner Ente samt Anhänger wollte ich unbedingt überholen, was nicht ganz einfach war. Als ich endlich innerhalb einer Ortschaft freie Fahrt hatte, stand ausgerechnet links die Polizei, die mein Überholmanöver sah, Kelle raus und Gehupe. Also konnte ich (voll peinlich, weil das alle anderen Autos mitbekommen haben) rechts ran fahren und umdrehen, und mit den Polizisten verhandeln.

Der erste konnte keine mir verständliche Sprache, der zweite saß im Auto und konnte etwas Englisch. Dem hab ich erzählt, dass der Engländer in seinem alten Auto ganz schrecklich gefahren ist, Stopp & Go, und ich ihn einfach überholen musste. Ich hatte eine durchgezogene Linie überfahren, das war mein wesentliches Vergehen, dass ich schneller als 50 gefahren bin, fanden sie nicht weiter schlimm.

Die beiden Jungs haben mich dann tatsächlich weiter fahren lassen, ohne Protokoll. Total nett!!! Den Engländer hab ich kurz darauf an der kroatischen Grenze wieder getroffen. Weil ich in der schnelleren Schlange war, konnte ich ihn endlich loswerden. Hurra!



Ich hatte ja leider nur 10 Tage Urlaub und am 6. Juni eine Verabredung. Von daher hieß es ab Split die ganze Strecke in einem durchbrettern: Kroatien, Bosnien, Kroatien, Slowenien, Österreich und back home. Wegen meinem Bein konnte ich nur mit Schmerzen aus dem Auto aussteigen / laufen, deshalb gibt es von der letzten Etappe nur noch wenig Bilder.

Die Küstenstraße entlang der Adria ist wunderschön. Sie hat nur einen Nachteil, man kann eigentlich nicht schneller als 50 fahren und kommt nicht vorwärts.



Dubrovnik



Mein bester Fund in Kroatien: Ein Wildschweinschild - das erste, das ich je gesehen hab!



Zwischendurch war ich noch 20 Minuten in Bosnien Herzegowina, weil die auch einen winzig kleinen Abschnitt an der Adria haben. Die einzige bosnische Stadt zwischen den beiden kroatischen Stücken heißt Neum. Mehr kann zu meinen 20 Minuten in Bosnien eigentlich nicht sagen. Außer dass das beschossene Schild noch immer da steht.



70 km vor Split kam ich auf die neugebaute Autobahn, die oberhalb der Küste in den Bergen verläuft. War nicht ganz billig (27 Euro für 460 km), aber ich war sehr froh über die Autobahn, weil es sich doch besser fahren ließ, als das Stopp & Go auf der Küstenstraße.





Kurz nach Mitternacht war ich wieder wohlbehalten (abgesehen von meinem Bein) zu Hause.