Serbien - schau doch, eine Schildkröte!

Landschaftlich war das erste Stück in Serbien etwas monoton. Flaches Land wie in Ungarn, auch die Dörfer waren ähnlich. Also die typische Hauptstraße durchs Dorf, rechts und links ein Grünstreifen, dann ein Wassergraben und noch mal Grünstreifen oder Weg, dann das Grundstück mit Haus.

 



Die Landstraßen waren alle in einem guten Zustand, durchweg neu und meist mit neuen Schildern versehen (leider!). In den Dörfern gab es noch viele original serbische (bzw. jugoslawische) Schilder, aber irgendwie war das nicht mein "Schildertag". Ich hatte schlichtweg keine Lust, alle Augenblicke anzuhalten. So blieb die Schilderausbeute klein.

Auf den Straßen sind noch viele Fuhrwerke unterwegs, was natürlich nicht ganz ungefährlich ist, angesichts des PS-starken Lastverkehrs und rasender PKWs *Schwitz*.





Um etwas von Serbien zu sehen und um Geld zu sparen, bin ich nicht Autobahn, sondern Landstraße gefahren. Anstrengend war, dass es nicht einigermaßen "geradeaus" in Richtung Griechenland (mein Ziel) ging, sondern im Zickzack. Zwischendurch war die Straße auch mal gesperrt und wir wurden mit einem riesigen Umweg kreuz und quer geschickt.

Dabei hab ich die richtige Abzweigung verpasst und bin irgendwo auf dem Acker gelandet. Da die Straße zum Obedska bara Naturreservat (ein Wald- ud Sumpfgebiet entlang der Save) führte, bin ich halt mal weitergefahren, dachte das Naturreservat ist ein gutes Ziel.

Hier hab ich meine erste freilebende Schildkröte getroffen, wie sie gemächlich über die Straße spazierte. Ich hab sie liebevoll auf die andere Seite gebracht, aber kaum war sie drüben, hat sie ne Kehrtwendung gemacht und ist wieder in die Richtung zurück, aus der sie kam. Blödes Viech...



Süß, ne?



Die Außenbezirke von Belgrad sind wie bei den meisten Großstädten krass scheußlich.



Der Stadtkern ist recht interessant, viel Alt, aber auch viel ultra modern. Da es leider keinen Weg um Belgrad drum herrum gab - zumindest war auf meiner Karte nichts einfaches eingezeichnet - musste ich mittendurch. Vom Fahren her war es relativ entspannt, da hab ich schon andere Städte erlebt. Aber die Ausschilderungen waren so miserabel, dass ich dreimal über die Donau gefahren bin, bis ich auf der richtigen Straße landete und tatsächlich die Abzweigung fand, die ich suchte.



Ab Belgrad Richtung Südosten wurde es dann landschaftlich reizvoller. Das erste Stück bis Smederevo hat man schöne Ausblicke auf das Donautal.



Nahe Majdanpek (im Ländereck Serbien, Rumänien, Bulgarien) wird Kupfer abgebaut.







Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich auf dem ersten Stück, als ich durch die vielen kleinen Dörfer kam, nicht mehr Verkehrsschilder fotografiert hab. Vielleicht fahr ich ja noch mal in den Balkan runter, mal schaun...