Im Reich der schwarzen Berge

Montenegro hat einfach wunderschöne Berge. Mehr braucht man fast nicht sagen
Ach doch, die Küstenstädte sind natürlich auch sehr schön, historisch bedeutsam, interessante Architektur...

Die Einwohner von Montenegro heißen Montenegriner - sofern sie sich nicht einer anderer Bevölkerungsgruppe (Serben, Bosniken, Kroaten...) zugehörig fühlen.

Bis Budvar fuhr ich die Küste runter, dann ging es wieder in die Berge. Erstes Ziel war Cetinje, die frühere (bis 1918) Hauptstadt von Montenegro. Für die, die es interessiert, seit 1918 ist Podgorica die Hauptstadt. Zwischendurch hieß die arme Stadt Titograd - benannt nach dem jugoslawischen Ministerpräsidenten Tito. Seit 1992 ist sie Tito wieder los.

Ab Cetinje ging es über eine Nebenstraße nach Grahovo. Einspurig, kurvig, immer sehr knapp am Abgrund. Zur Entschädigung gab es ein grandioses Bergpanorama. Glücklicherweise hatte ich keinen Gegenverkehr. Nur kurz vor Grahovo stand mitten auf dem Weg ein alter Traktor, der von drei Männern mit Holzstücken beladen wurde.

Weil die Jungs der Ansicht waren, dass es zu mühsam ist, den Traktor zu bewegen, haben sie mich zwischen Traktor und Felswand durchgelotst. Das war eine Zentimetersache, so eng, dass ich die Seitenspiegel einklappen musste. Anschließend haben wir uns alle vier über das gelungene Manöver gefreut.




Auf dem Weg nach Cetinje



Leichte Verwirrung, weil dieser Ort auf meiner Karte nicht existierte. Hatte ich vielleicht eine Abzweigung übersehen?



Ziemlich schwer vorstellbar, wie man in diesen kargen Bergen (über)leben kann.



Einigen scheint es zu gelingen, obwohl hier kaum Landwirtschaft möglich ist.





Zwischen den Bergformationen gibt es immer wieder kleine grüne Täler mit ein bisschen Weide- oder Ackerland. Wobei nicht zu erkennen ist, wie man überhaupt in diese Täler gelangt, ein Weg ist nicht zu sehen.



Grenzgebiet zwischen Montenegro und Bosnien