Letzte Etape von Bordeaux nach NRW

Theoretisch hatte ich zwischen Bordeaux und NRW noch ein Etap in Orleans gebucht. Von dort wollte ich dann morgen weiter zu meinen Eltern fahren, um mit ihnen Weihnachten zu feiern. Praktisch hatte ich aber keine Lust mehr auf Hotelübernachtungen. Außerdem war das Wetter ziemlich mistig, sodass ich auch keine Lust auf Sightseeing hatte.


Sprich ich wollte einfach schnell nach Hause. So bin ich die 1.100 im von Bordeaux bis NRW durchgefahren. Was ziemlich lange dauerte, weil ich wirklich jede Stunde auf einen Rastplatz gefahren bin und endlos mit Rossi im Regen Ball gespielt hab. War für den armen Kerl ne ziemliche Tortur, aber sie hat ihn schließlich von seinem Auto-Trauma geheilt, also war es das wert.

Fotos gibt es keine - die sind futsch! Denn... ich hab meine externe Festplatte runtergeschmissen und gecrasht (und knapp 1000 Euro für die Wiederherstellung gezahlt). Exakt die Fotos vom letzten Tag sind weg. Waren aber eh keine besonderen, nur ein paar französische Verkehrsschilder.


Lustig wurde es noch mal kurz vor Paris. Da kam ich mit meinem bekloppten Autoatlas nicht weiter. Die Übersichtskarte war zu grob, um zu erkennen, wie ich mich am besten durchhangel. Und die Detailkarte gab keinen Aufschluss darüber, welche Stadt ich als nächstes ansteuern muss. So hab ich meine Eltern angerufen und meine Mutter mit dem googlen der kürzesten Strecke beauftragt. Nein, ich hab kein Navi - erwähnte ich glaub ich schon mal. Ich hab auch keine Mobiltechnik, die mir da weiterhelfen könnte. Mit meinem Handy kann man lediglich Telefonieren und dieses Wurmspiel spielen.

Meine Mutter googlen zu lassen, war auch nicht die perfekte Lösung. Erstens kam sie mit Google Maps nicht klar, zweitens ist sie kein Navigator. Das was sie mir aus den Google-Ergebnissen wiedergab, ergab keinen Sinne. Glücklicherweise kam die nette Nachbarin vorbei, oder sie haben sie rübergeholt. Die konnte den kürzesten Weg googlen und mir die richtigen Stationen durchgegeben. Thanks Heaven! Kurz vor Mitternacht war ich dann daheim.

Der erste Schritt einer Reise ist immer wunderbar. Aber der letzte, wenn man wieder Zuhause ankommt und von seinen Erlebnissen erzählen kann, ist ebenfalls herrlich!