Durch den Olivenhain gen Granada

"Mein" Heim im Olivenhain liegt etwa auf 850 Meter Höhe und das letzte Stück (4 km) hat es in sich. Von Iznajar kommend geht es einmal dermaßen steil den Berg runter, dass man die Talsohle nicht sehen kann, das reinste Achterbahnfeeling. Wenn man nach mehreren Steigungen (eine davon mit 20%) endlich oben ankommt, hat man das Gefühl, den Himmel erreicht zu haben.





Clarissa und Malis haben gestern Nacht nicht schlecht gestaunt, über diesen Fahrspaß. Wegen der Flugverspätung sind wir erst kurz vor 3 auf dem Berg im Olivenhain angekommen. Dementsprechend mussten wir bis 11 Uhr schlafen. Das hatte wiederum den Vorteil, dass bis dahin die Sonne so hoch stand, dass es richtig warm war und wir draußen frühstücken konnten. So hatte ich mir das vorstellt mit meinem Haus im Olivenhain. In der Sonne sitzen, die Aussicht genießen und URLAUB... Herrlich!


Das Foto entstand allerdings erst nach dem Frühstück...



Das Frühstücken und Ratschen hat sich bis etwa 13 Uhr hingezogen, kann auch schon zwei gewesen sein. Dann sind wir los, um auszutesten, wo die Straße hinführt, wenn man sie weiter fährt. Ja also, es geht immer höher und höher in die Olivenhaine. Irgendwann wird die Straße schlechter und es scheint, als wäre sie zu Ende. Aber voraus stehen Sendemasten auf dem Berg, also muss sie weiter gehen. Dann wird die Straße noch mal schlechter und zur Lehmstraße. Anschließend geht es den Berg wieder runter. Clarissa meinte, es muss noch weiter gehen, alles andere wäre unlogisch. Also fuhren wir weiter. Die Straße wurde wieder ein bisschen besser, dann wieder normal und dann stießen wir tatsächlich auf eine Hauptstraße. Keine Ahnung, wo wir waren, aber ist schick zwischen den Olivenhainen.



Leider war es immer schwierig für Fotos anzuhalten. Die Straßen sind alle zum Fahren, nicht zum Parken ausgelegt. Deshalb gibt es nur ein paar Fotos von der Rumfahrerei durch die paar Dörfer in den Olivenhainen.

Algarinejo



Montefria... Unglaublich, wo die Andalusier ihre Häuser und Kirchen hinsetzen...



Schließlich landeten wir am späten Nachmittag in Granada vor der Alhambra. Wir wollten noch rein, aber es war schon kurz vor 5 und wir hätten nur noch eine Stunde gehabt, um uns ein Monumentalwerk anzusehen, für das man eigentlich mehrere Tage braucht. Also beschlossen wir, morgen noch mal hinzufahren, etwas früher mit mehr Zeit.



Ich hab noch schnell eine von den Orangen geklaut. Nachdem mein Kollege erzählt hatte, dass er vor der Alhambra eine Orange geklaut hat und diese schauderlich schmeckte, musste ich es auch tun. Das ist mir allerdings erst wieder eingefallen, nachdem ich die Orange probiert hatte. Sie war wirklich ungenießbar: Zitrone im Orangenkostüm....



Vor der Rückfahrt noch ein bisschen Aussicht auf Granada.





Wir wollten uns auch noch das historische Stadtzentrum anschaun, aber aus nicht bekannten Gründen hatte die Polizei die Zufahrt gesperrt. Also nichts mit Sightseeing, stattdessen ein Supermarktbesuch, wir brauchten eh noch Brot und so’n Zeugs...

Ja und dann saßen wir des Abends wieder in der lausig kalten Bude. Obwohl wir in beiden Schlafzimmern die Klimaanlage auf volle Suppe gestellt hatten, kam durch die geöffneten Türen nur spärlich Wärme im Wohnzimmer an. Der Winzheizkörper brachte es auch nicht. Also sind wir um 9 Uhr ins Bett. Dort war es wenigstens warm. Zumindest unter dem Aspekt des langen Schlafens, war es die pure Erholung!