Von Tallin nach Helsinki

Was hatte ich mir für einen Stress wegen der "Hundeeinfuhr" von Estland nach Finnland gemacht. Und dann? Kein Mensch hat sich für Rossi interessiert. Weder in Tallin noch in Helsinki. Ich hab extra gefragt und den Hundeausweis hochgehalten. Ich wurde nur durchgewunken.

Für Leute, die mit der Fähre von Tallin nach Skandinavien reisen wollen, folgender Hinweis: Es gibt (Stand Juli 2015) in Tallin insgesamt 4 Terminals, die von unterschiedlichen Reedereien betrieben werden. Viking Line und Eckerö (?) Line sind A+B. Tallink Silja ist Terminal D.

Das Schiff war wirklich RIESIG, es hat endlos gedauert, bis endlich alle Autos draußen waren, obwohl Ent- und Beladung parallel verliefen. Während die ankommenden Autos rausfuhren, reihten wir uns ein, drehten innerhalb des Schiffs eine Runde und nahmen so die freigewordenen Plätze ein. Die Überfahrt nach Helsinki dauerte nur 2 Stunden.

Superstar - was für ein Name für ein Schiff.



In Helsinki war wunderbares Wetter, aber ich hab zugesehen, dass wir schnell rauskamen - Rossi brauchte nach den langen Stunden im Auto dringend Auslauf und natürlich ein Klo. Da er kein Stadthund ist, wollte ich ihm richtigen Auslauf verschaffen, dass er ohne Leine seinem Ball nachjagen konnte.



Rossi will baden!



Und springt gleich rein ins Wasser.



Die nächste Badestelle war besser!







Bei 15 Euro für eine Auto-Nacht auf dem Campingplatz mit vielleicht dreimal Toilette und einmal Duschen schluck ich schon etwas. Aber 23 Euro für Mensch, Hund und Auto? Bei solchen Preisen ist es kein Wunder, wenn in Finnland alle wildcampen.

Nachdem ich auf der bisherigen Reise immer Campingplätze angefahren war, sollte die erste Nacht auf einem finnischen Campingplatz auch die letzte bleiben. Noch mal richtig schön und lange heiß geduscht, künftig musste das Bad im See ausreichen.

Der teure Campingplatz lag direkt in den Schären.



Wegen des Mückenproblems (beim campen im Wald) hatte ich mir eine totel clevere Wildcamping.Strategie überlegt: Bis Nachmittags Schwimmen, egal ob es regnet oder schneit, Einkaufen, Sightseeing oder andere Aktivitäten. Anschließend eine schöne Picknickstelle am See anfahren - Schwimmen, kochen, Spaß haben, bis etwa 20 Uhr. Dann Bett fertig machen, noch 1-2 Stunden weiterfahren und ein Plätzchen im Wald suchen.

Wenn quasi schon alles erledigt war und wir nur noch ins Bett krabbeln mussten, sollte es mir egal sein, wieviel Mücken um mein Auto kreisen. Der Plan war gut, nur die Mücken machten nicht so richtig mit.

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