Leaving Lappland

Finnisch Lappland ist wunderschön. Ich muss aber zu meiner Schande gestehen, dass mich die Mückenplage der letzten Tage komplett abgenervt hat. Ja, es gibt Mücken in Lappland, aber vor 6 Jahren hatte ich es nicht so krass erlebt, wie in diesem Jahr: so viele und immer und überall.


Es gab so viele tolle Motive, die ich gerne fotografiert hätte, bloß irgendwann hatte ich einfach keine Lust mehr, mir bei jedem Foto ein paar Mückenstiche zu holen und habs dann gelassen und einfach nur noch mit den Augen genossen.

Nach Ivalo war ich kurz in Inari - da wo Manfreds Onkel stationiert war :-) Soweit ich weiß, war mein Opa auch auch hier oben irgendwo für ein paar Jahre. Allerdings etwas später als Kriegsgefangener und auf der russischen Seite der Grenze.

Da ich meine Reiseroute nicht geplant hatte und immer spontan beschloss, wie es weitergehen sollte, kam ich auf die Idee, nach Kirkenes zu fahren, wenn ich schon hier oben war. Also bog ich hinter Inari in Richtung Näätämö / Neiden ab und verließ die E 75. Klingt, als hätte man größere Wahlmöglichkeiten, wo man langfährt. Nein, entweder 100 km geradeaus, oder vorher rechts abbiegen. Zwischen den Hauptstraßen liegen 100 te von Quadratkilometern ohne befahrbare Straßen.

Rätselherausforderungen am Straßenrand... Besagt, wann der Zoll in Neiden geöffnet hat: Montags-Freitags 9 bis 20 Uhr, Samstag 11 bis 20 Uhr und Sonntag 13 bis 21 Uhr. Wichtig ist noch, dass es sich um die finnische Zeit handelt. Norwegen ist ja eine Stunde zurück ;-))

Für den privaten Grenzverkehr gibt es aber keine Zollkontrolle zwischen Finnland und Norwegen :-)



Die etwa 120 km bis Neiden gehen entlang vieler kleiner Seen. Zwei wurden von Rossi getestet. Danach war er erfrischt und glücklich. Denn anders als man es in Lappland erwarten würde, hatten wir ein wunderbares Badewetter. Ich wäre auch sehr gerne, hatte aber keine Lust auf die Aktion, schnell raus aus den Klamotten und ins Wasser und dann schnell wieder rein in die Klamotten, bevor einen die Mücken leergesaugt haben.



Rossi ist den Mücken einfach schnell davon gerannt, immer rein in den See. Ich stand derweil am Ufer und verteidigte mich so gut es ging gegen ihre Angriffe. Das Wasser war wärmer als ich dachte. Ohne die Mücken, Knots und Killerbremsen wäre ich Rossi gefolgt, obwohl wir bereits nördlich des Polarkreises waren.



Wunderschöner Badestrand, aber total Mücken, Knots und Killerbremsen verseucht.



Manche Rentiere spazieren mit einer Gemütsruhe die Straße entlang.



Dann fuhren wir über die Grenze und mit einem Schlag war die Landschaft eine andere. Wir waren in Norwegen.