Mit dem National Trust Touring Pass durch Großbritannien, Teil 3

Nach drei Tagen in Süd- und Mittelengland erreichten wir Middle Wales. Von hier wollten wir erst hoch nach North Wales und dann wieder runter in den Süden fahren, bis wir Cardiff erreichen und getrennt weiterreisen würden. Aber erstmal kam noch ganz viel Wales.

 
Wenn man sich auf der Karte anschaut, wo der National Trust seine Objekte in Großbritannien hat, dann ist Wales eher dünn "bestückt". Aber die Gartenanlagen, die wir uns angeschaut haben, waren dafür echte Perlen. Also nicht denken, die tollen Gärten sind alle in England!

Powis Castle & Garden war unser erstes Ziel in Wales. Um zum Schloss zugelangen, fährt man zunächst durch einen riesigen Deerpark. Mit etwas Glück, trifft man die Hirsche sogar direkt neben der Straße.



Spätestens im Schlosshof warten dann jede Menge Pfauen samt Nachwuchs. An der Kasse wurden wir gleich gewarnt, dass wir mit dem Hund ein bisschen aufpassen sollen. Nicht, dass Rossi auf Pfauenjagd gehen könnte, sondern umgekehrt.




Die "Vögelchen" waren jedoch friedlich und zeigten sich nur wenig scheu. Das führte zu ausgiebigen Pfauenstudien, während wir im Schlosshof auf die Öffnung des Castles (wir waren etwas früh) warteten.



Wer hätte gedacht, dass Pfauenbabys so putzig sind?



Nur ein paar Tage alt, und schon ne Krone auf dem Kopp!



So wird das Krönchen dann später mal aussehen...



Ab 10 Uhr wurde es voller im Schlosshof und mit den sie jagenden Kindern, verschwanden die Pfauen irgendwo im weitläufigen Deerpark.



Prince Charles soll früher regelmäßig auf Powis Castle zu Besuch gewesen sein. Die Info steckte mir die National Trust Mitarbeiterin in der alten Schlossküche. Ich weiß jetzt auch, dass Charles immer seinen eigenen Koch mitgebracht hat!

Über die Schlossküche erfuhr ich im weiteren, dass es zwei gibt und die Küche, die wir besichtigen konnten, nach dem zweiten Weltkrieg lange Jahre vernagelt gewesen war. Bevor das Castle an den National Trust übergeben wurde, hat die böse Lady Rosalind (so hieß sie, glaub ich) die Küche öffnen lassen und das ganze Zeugs Secondhand verkloppt. Was zu sehen ist (hab leider kein Foto), hat der National Trust später wieder mühsam zusammen gesammelt. Sachen gibt's...

Das Zimmerchen der Hausedame - fast wie bei Mrs. Hugh in Downton Abbey...



Völlig schief geknipst, der Gang in der ersten Etage, da waren einfach zu viele Leute unterwegs, um in Ruhe ein ordentliches Foto zu machen. Denn eigentlich war es verboten und ich hab nicht gefragt, ob ich ohne Blitz doch darf.

Um dem Nachwuchs die britische Geschichte schmackhafter zu machen, gab es in diesem Jahr in vielen Häusern Schatzkarten und Schnitzeljagden, bei denen es in den Zimmern alles mögliche aufzuspüren galt. Für die Kids bestimmt toll. Für die anderen Besucher war das Gerenne und Geschreie eher nervig.



Wie schon mehrfach erwähnt, interessiere ich mich nicht so sonderlich für Schlösser, Herrensitze oder sonstige Reichen Häuser. Deshalb ab in den Garten. Der war einfach traumhaft!

So, jetzt kommen jetzt gaaanz viele Gartenbilder. Achtung!





Hier sieht man, dass der Garten über mehrere "Etagen" geht.

























Auch im Garten waren verschiedene Sachen versteckt, die die Kids finden mussten.





Also, wer nach Wales kommt, sollte auf jeden Fall Powis Castle besuchen!

Unser zweites Schloss des Tages war Chirk Castle, etwa 50 km weiter nördlich. Wieder ein Schloss mit Garten, aber beides nicht ganz so aufregend wie Powis Castle - fanden wir zumindest.



Das Schloss liegt auf einer Anhöhe und als wir kamen, war es schon kurz vor Feierabend



Clarissa ist deshalb schnurrstracks ins Schloss. Ich war nur im Innenhof und im Garten unterwegs.









Im Sommer kann man in vielen Gärten auf den Wiesen picknicken oder auch verschiedensten Sport treiben. Krocket ist vermutlich das häufigste Amusement, dem sich vor allem die älteren Herrschaften hingeben. In diesem Garten hatten sie auf einem Rasenfeld ein Netz gespannt und Softball Tennis ausgelegt.







Vor ein paar Jahren ist eine riesige Libanon Zeder umgekracht. Der auf Baumschnitzereien spezialisierte Bildhauer Simon O'Rouke hat daraus eine Gartenbank gearbeitet.













Abschlussbild von Chirk Castle. Wer wie ich die Wiese runtergeht, sollte sich leichts rechts halten, da gibt es eine Brücke über den Wassergraben. Sonst muss er über eine Mauer turnen.





Das Wachschaf aus Ausgangstor von Chirk Castle 




Am nächsten Tag haben wir meinen Lieblingsgarten besucht - Bodnant Garden - Vierter Teil der National Trust-Tour




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Kommentare  

#4 Dagmar* 2016-10-09 18:02
Hallo Martin,
vielen Dank für das nette Feedback. Ist immer schön zu hören/lesen, dass man's nicht nur ganz für sich selber erzählt :-*
Deiner Schwiegermutter viel Spaß mit ihrem Dokker(?) 79 - wow cool! Dann weiß ich jetzt, dass ich noch lange nicht auf Hotel umsteigen muss :lol:

Liebe Grüße
Dagmar
#3 Martin Thoms 2016-10-09 07:32
Hallo Dagmar,
zufällig habe ich Deine Seite auf "hochdachkombi. de" in Bezug auf Deinen Dokker-Ausbau entdeckt (meine 79jährige Schwiegermutter hat Ähnliches, allerdings nur zum Schlafen, vor!).
Nun bin ich das ganze Wochenende dabei, Deine Tourbeschreibun gen und Tipps zu "inhalieren". Vielen Dank, daß Du uns an Deinen Unternehmungen teilhaden lässt. Insbesondere Deine Erlebnisse mit "Signor Rossi" machen als Hundebesitzer Freude, allerdings ist unser Riesenschnauzer /Boxer-Mix ein begeisterter Reisender.
Ich freue mich auf weitere Berichte :lol: .
Viele herzliche Grüße
Martin
#2 Dagmar* 2016-09-21 09:20
Oh peinlich, Teil 4 ist noch gar nicht fertig und sollte noch gar nicht angezeigt werden ;-)
#1 Fischer Michael 2016-09-21 09:13
Hallo,
wie immer eine schöne Ausführung. Leider bekomme ich von dem 4 Teil nur ein Satz angezeigt.
Gruß Michael

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