Da denkst du, du machst mal einen schönen Urlaub mit deinem Hund, nimmst ihn mit auf große Reise bis zum Nordkapp – viel Wasser und Baden, viel Wald und Berge und Wandern. Und dann…
…dann hat dein Hund panische Angst vor Mücken. Sobald es summte, wollte er auf meinen Schoß oder verkroch sich unter meinen Beinen. Nach einige Tagen mit Mücken im Auto war er nicht mehr ganz so panisch und hat (mit wenig Talent) versucht sie zu erlegen. Aber da gab es ja auch noch die Knots – diese blöden Kriebelmückenviecher. Die fliegen dich Bumms an und beißen dich, bis es blutet und dann fressen sie sich voll. Ich kann die nicht leiden, aber außer dass es kurz weh tut, juckt mich das nicht weiter. Bis wir in einen Kriebelmückenschwarm kamen und sie sich zu tausenden (in Wahrheit waren es Millionen!!!) auf uns stürzten.
Ein paar auf mich und der Rest auf Rossi the dog. Weil das Hundetier manchmal erst lang und breit überredet werden muss, bis er ins Auto klettert, hatten die Kriebelmücken während unserer Flucht genug Zeit, uns ins Auto zu folgen. Die meisten waren wahrscheinlich sogar schneller drin als wir. Das ganze Auto voller Kriebelmücken! Klatsch, Klatsch, Krawumm… Die Scheiben waren erst schwarz gepunktet, dann blutrot verschmiert. Ich hab fast 2 Stunden gebraucht, bis die meisten erlegt waren. Aber längst nicht alle, es hat mehrere Tage gedauert, bis alle raus waren. Wobei natürlich auch wieder neue dazu gekommen waren.
Das üble an der Sache war, die Mistviecher haben sich alle über den armen Rossi hergemacht.
Wikipedia schreibt über Kriebelmücken: „Der Stich ist häufig schmerzhaft und hat eine lokale Blutverdünnung sowie Blutergüsse zur Folge, da mit dem Speichel der Mücke Blutgerinnungshemmer in die Wunde gelangen. Außerdem wird beim Stich Histamin in die Wunde gegeben, was nicht selten zu pseudoallergischen Reaktionen führt.“
So sah mein Finger aus, nachdem ich zwei von den (an Rossi) vollgefressenen Viecher plattgemacht habe. Und ich habe bestimmt hunderte plattgemacht!

Und so sah Rossi an den dünner behaarten Innenschenkeln aus. Nein, richtig ist, so sah der ganze Hund von oben bis unten aus, nur hat es das Fell an den anderen Stellen besser verdeckt!

Die sind alle zielstrebig unter seinen Bauch gekrabbelt. Der Ausschlag war erst tiefdunkelrot, dann wurden die Flecken von der Mitte her heller, bis nur noch ein dunkelroter Ring zu sehen war.

Nach ca. 2 Tagen war alles wieder okay.
Es schien ihm nicht weh zu tun, auch nicht zu jucken. Aber ich war echt wütend auf die Viecher, was sie meinem armen Hund angetan haben, und dass Norwegen gar nicht so paradiesisch für ihn war. Nach diesem Erlebnis sind wir immer schnell abgehaun, wenn Kriebelmücken anschwirrten.
Mann, Mann, Mann…
